Vereinsname

Unsere Namensgeberin: Die Doppeleiche in Viöl am Markt.

Nach dem Gründungsprotokoll nannte sich unser Sportverein ab 05.05.1923 „Spiel- und Sportverein zu Akerbroe" (SSVA). In den Protokollen vom 01.03., 30.05. und 12.07.1924 heißt es „Sport- und Spielverein zu Viöl-Akerbroe" (SSVVA). Ganz am Ende des Protokolls vom 12.07.1924 heißt es wörtlich: „Als Abzeichen wurde Eichenkranz mit Namen vorgeschlagen. Als e.V. führt der Verein den Namen 'Nordmark', in 'Doppeleiche' umgeändert." Irgendwann zwischen der Vereinsgründung und dem 12.07.1924 muß sich der Verein den Namenszusatz „Nordmark" gegeben haben. Das ist jedoch nicht mehr genau nachzuvollziehen. „Nordmark" war eine andere geographische Bezeichnung für Schleswig-Holstein, das an den nördlichen Marken (Grenze zu Dänemark) lag. Weitere „Nordmarken" gibt es lt. Lexikon u.a. im nördlichen Bayern und in Sachsen, die früher einmal eigenständige Königreiche waren. Ältere Leser werden sich daran erinnern, daß das heutige schleswig-holsteinische Landestheater nach dem Krieg „Nordmark-Landestheater" hieß. Im Deutschen Gewerkschaftsbund und auch im Deutschen Jugendherbergswerk gibt es noch heute für den nördlichen Bereich der Bundesrepublik die Bezirksbezeichnung „Nordmark". Die Bedeutung des Wortes „Doppeleiche" bedarf der Erläuterung. Am 24. März 1848 beganDie Doppeleiche in Viöl am Marktn die „schleswig-holsteinische Erhebung". Sie nahm ihren Anfang in Kiel (Holstein) und endete 1850 mit einer Niederlage. Am 24. März 1898 wurden aus Anlaß der 50jährigen Wiederkehr des Aufstandes in vielen Orten der jetzt preußischen Provinz Schleswig-Holstein natürlich gewachsene Doppeleichen gepflanzt, so auch in Viöl vor dem Kirchspielskrug. Dort steht die Eiche nun schon seit mehr als 100 Jahren auf der vorhandenen Verkehrsinsel. Andere Vereine nahmen ebenfalls „Doppeleiche" in ihren Namen auf (z.B. „TSV Doppeleiche Jagel"). Auch einige Gastwirtschaften tragen diesen Namen, z.B. „Gastwirtschaft Zur Doppeleiche" in Behrendorf. Hier hat der Kriegerverein die heute noch dort stehende Doppeleiche gepflanzt.
3 Gemeinden in Schleswig-Holstein haben die Doppeleiche in ihrem Wappen (Rickert bei Rendsburg sowie Goltoft und Rabenkirchen-Faulück, beide in Angeln). Die Doppeleiche symbolisiert die Untrennbarkeit von Schleswig und Holstein. In der ursprünglich 7. und jetzt 3. Strophe des 1844 von Matthäus Chemnitz getexteten und von Karl Gottlieb Bellmann komponierten Schleswig-Holstein-Liedes, dessen Geburtsstunde das Sängerfest in Schleswig am 24.07.1844 war und welches später Landeshymne wurde, heißt es „Teures Land, du Doppeleiche, unter einer Krone Dach, ..." Die Folge eines Antrages unseres Sportvereines an die Schulgemeinde Viöl auf Überlassung des Sportplatzes war u.a., daß sich der Verein im Protokoll vom 16.08.1924 erstmals „Sport- und Turnverein Doppeleiche" nannte. Im Protokoll vom 09.09.1924 wurden die Wörter „Sport" und „Turn" umgekehrt, und der Verein bekam erstmals den auch heute noch geltenden Vereinsnamen „Turn- und Sportverein Doppeleiche Viöl". Nach 13jähriger Pause (1933 - 1946) nahm der Verein seinen Sportbetrieb im Mai 1946 wieder auf. Es ist davon auszugehen, daß der Verein sich bereits ab 1946 „TSV Viöl" (ohne Doppeleiche) nannte, auch wenn Irene Dieckhoff schreibt, daß im Herbst 1948 Erich Wobser und ein kleiner Rest der Handballmannschaft einen neuen Verein unter dem Namen „TSV Viöl" gründeten. Schon in Urkunden vom 1. Nachkriegssportfest am 22.09.1946 steht nur „TSV Viöl" (ohne Doppeleiche). Irene Dieckhoff schreibt an anderer Stelle ihrer Arbeit, daß 1953 auf Antrag und Wunsch von Julius Burmeister der Verein wieder den Namen „TSV Doppeleiche Viöl" erhielt (seit dem 28.08.1962 als eingetragener Verein mit dem Zusatz „e.V.").

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